Übergewicht: Einfluss auf Muskel-Skelett-System

Eine der häufigsten Beschwerde von Patienten mit Übergewicht und Fettleibigkeit sind Schmerzen in verschiedenen Teilen der Wirbelsäule und Gelenke. Ihre Ursache ist eine Überlastung des Bewegungsapparates unter dem Einfluss von Übergewicht. Wie und warum entsteht es?

Bewegungsapparat-Zustand beim Übergewicht

Im Vordergrund ist erhöhte mechanische Belastung des zunehmenden Körpergewichtes auf Bewegungsapparat. Den Haupteinfluss hat die Wirbelsäule, genauer gesagt Lumbosakralabteilung, die den Löwenanteil der Körpergewichtslast ausmacht. Aufgrund erhöhter Belastung leiden intervertebrale Scheiben. Sie bestehen aus Knorpelgewebe und reduzieren die Kraft von äußeren Einflüssen auf Wirbelsäule während der Bewegung und schützen das Knochengewebe der Wirbel vor Abnutzung.

Aber sie selbst verschleißen oft vorzeitig. Und eine der Ursachen für diesen pathologischen Prozess, Osteochondrose genannt, ist Fettleibigkeit. Erhöhter mechanischer Druck auf Wirbelsäule aufgrund von Fettleibigkeit führt zu solchen Veränderungen:

  • Bandscheiben-Elastizität-Abnahme;
  • Scheiben-Dicke und demnach Zwischenwirbelräume-Höhe nehmen ab;
  • Scheibe, die ihre Elastizität verloren hat und in Höhe abnimmt, wird leicht verschoben;
  • Verletzung der sensorischen und motorischen Wurzeln der Spinalnerven zwischen den Wirbeln;
  • Risiko des Auftretens von Lumbosakrale Radikulitis.

Im Laufe der Zeit breiteten sich empfindliche und motorische Störungen auf untere Gliedmaßen aus. Die Muskeln der Schienbeine und Oberschenkel unterliegen der Atrophie. Das Ende dieser pathologischen Veränderungen ist das Pferdeschwanz-Syndrom. Pferdeschwanz ist ein bildlicher Name für ein Bündel von Nervenfasern durch den Spinalkanal. Wirbelverlagerung und Bandscheibenvorfall mit Osteochondrose führen zur Verletzung des Pferdeschwanzes im Spinalkanal, was sich durch solche Symptome manifestiert:

  • starke Schmerzen im unteren Rücken, in der Leistengegend und in den unteren Extremitäten;
  • Verlor der Beckenorganen-Kontrolle;
  • bei den Männern – erektile Dysfunktion.

Strukturelle Veränderungen in den Gelenken

Bei Fettleibigkeit leiden hauptsächlich die wichtigsten Gelenke – Knie und Hüfte, die am meisten anfällig für mechanische Abnutzung sind. Sie bilden Arthrose – Dystrophie sowie Deformation von Gelenkknorpel und darunter liegendem Knochengewebe. Das stört die Konfiguration des Gelenks, was zu den Bewegung-Schwierigkeiten oder sogar zu deren völliger Abwesenheit führt.

Folgen für Knochengewebe

Eine weitere negative Folge der Fettleibigkeit ist Osteoporose – Abnahme der Knochendichte. Teilweise ist das auf den Mangel an Vitaminen A, E, D und Mineralien – Kalzium, Magnesium, Zink zurückzuführen, dessen Gleichgewicht bei Fettleibigkeit gestört ist. Aber es gibt einen anderen Grund – hormoneller. Hormonelles Ungleichgewicht führt zur Störung der Assimilation von Mineralien durch Knochengewebe.

Zusammenfassung

Der Bewegungsapparat leidet, weil es die große Belastung auf Gelenke gibt. All das wird noch dadurch verschlimmert, dass Mangel an Trainings dazu führt, dass diese Belastung immer stärker wird, deshalb entsteht ein Teufelskreis. Kranke fängt an, mehr zu essen, aber sich weniger zu bewegen, weil es bereits zu schwer wird. Außerdem wird sich Gelenkknorpel mit dem Alter abscheuert, was zur Entwicklung von Arthrose, Arthritis sowie Schmerzsyndrom beiträgt. Deshalb ist es wichtig, Sport zu treiben, sich an Diät zu halten und richtigen Lebensstil zu führen.

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