Adipositas – ein globales Problem des 21. Jahrhunderts

Übergewicht ist in europäischen Industrieländern sowie in den USA sehr verbreitet. 24 Prozent der Deutschen leidet an Adipositas – ein schweres Übergewicht. Der Unterschied zwischen dem Übergewicht und Adipositas besteht im Krankheitsausmaß. Unter der Adipositas, die auch Fellsucht oder Fettlebigkeit genannt wird, versteht man einen chronischen krankhaften Zustand, für welchen mehr Fettgewebe im Körper markant sind. Übergewicht ist eine Vorstufe zur Fettsucht.

Um zu bestimmen, ob man Übergewicht hat oder sogar an Adipositas leidet, wird der Körpermassenindex eingesetzt, der sich aus dem Körpergewicht (kg) geteilt durch die Körpergröße (m) zum Quadrat ergibt. Wenn ein Körpermassenindex über 25 kg/m2 beträgt, geht es um Übergewicht. Ein Körpermassenindex ab 30 kg/m2 wird als Adipositas bezeichnet.

Eine extreme Fettsucht mit dem Körpermassenindex ab 40 kg/m2 wird als Adipositas permagna bezeichnet.

Sowohl Übergewicht, als auch Adpositas können das Risiko verschiedener Erkrankungen erhöhen, besonders der Herz-Kreislaufs-Krankheiten und Stoffwechselstörungen. Bei einem Talienumgang über 102 cm bei Männern und 88 cm bei Frauen hat man ein deutlich erhöhtes Risiko dieser Erkrankungen. Laut der Statistik leiden an Übergewicht 60,1% der deutschen Männer und 41,9% der Frauen. 14,7% von ihnen haben ein Körpermassenindex über 30 kg/m2.

Ursachen der Adipositas und Übergewicht

Die häufigsten Ursachen von diesen Krankheitszuständen sind falsche Ernährung und sitzende Lebensweise. Aber es gibt auch andere Faktoren, die Übergewicht oder Adipositas auslösen können:

  • Erblichkeit,
  • Hormonelle Krankheiten,
  • Medikamente.

Viele Menschen in Deutschland essen mehr, als sie brauchen, besonders an Kohlenhydraten und Fette reiche Lebensmittel. Außerdem essen übergewichtige Menschen schneller und häufiger, als die anderen. Aus solchen ungesunden Essgewohnheiten heraus wird der Magen gedehnt und man muss mehr essen, um satt zu werden. Und wenn man zu schnell isst, hat man die Neigung, mehr zu essen, als man benötigt.

Bewegungsarme Lebensweise

Viele Büroarbeiter verbringen auf Ihrem Arbeitsplatz sitzend und bewegen sich bei der Freizeit auch wenig. Zahlreiche Menschen bevorzugen vor einem Fernseher oder am Computer zu sitzen, was auch ein wichtiger Faktor für Übergewicht ist.

Erblichkeit

Erbliche Belastung spielt auch eine wichtige Rolle für die Entstehung der Adipositas. Einige Menschen verbrauchen langsam Kalorien und nehmen das schnell zu, weil sie eine erbliche Veranlagung dazu haben. Außerdem können Eltern ihre ungesunde Lebensweise an ihre Kinder weitergeben.

Hormonelle Krankheiten

Störungen der Hormonhaushalt können schnelle Gewichtzunahme verursachen. Zum Beispiel kann Hypothyreose oder Cushing-Syndrom zum Übergewicht führen.

Arzneimittel

Manche Medikamente erhöhen den Appetit und können das Körpergewicht erhöhen. Eine solche Wirkung haben zum Beispiel:

  • Antidepressiva,
  • Neuroleptika,
  • Antidiabetika,
  • Glukokortikoide.

Welche Symptome hat Adipositas?

Obwohl die Anzeichen für Adipositas offensichtlich sind, können sie auch mit zusätzlichen Symptomen begleitet werden:

  • Gelenkschmerzen,
  • Schwitzen,
  • Geringere körperliche Belastbarkeit,
  • Gesellschaftliche Probleme.

Zusammenfassung

Adipositas ist ein seriöses Problem der Gesellschaft nicht nur weil sie zu verschiedenen Erkrankungen führt, sondern auch weil diese Krankheit gesellschaftliche Probleme verursachen kann. Obwohl Übergewicht in einigen Kulturen positiv wahrgenommen wird, werden in Europa Menschen mit Übergewicht oft diskriminiert. Als Folge können bei den Betroffenen Depressionen entstehen. Die eingeschränkte Beweglichkeit der Kranken kann auch die Lebensqualität negativ beeinflussen. Deswegen ist es wichtig, diesen krankhaften Zustand rechtzeitig zu erkennen und notwendige Behandlungsmaßnahmen ergreifen.

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